In diesem Blog geht es um Interne Kommunikation. In allen ihren Facetten. Mit aktuellen Beispielen. Mit besonderem Augenmerk auf moderne Trends.

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Es weihnachtet sehr

Wie sich die Corona-Krise auf Unternehmensfeiern auswirkt.

Bevor die Covid-19-Krise die Welt und auch die Interne Kommunikation in Unternehmen veränderte, waren Events ein wesentlicher Bestandteil betriebsinterner Kommunikation. Events gaben dem CEO und dem Management Gelegenheit persönliche Botschaften face-to-face an die MitarbeiterInnen heranzutragen, Events dienten der Kontaktpflege der MitarbeiterInnen untereinander - über Abteilungsgrenzen hinweg, Events waren die besondere Gelegenheit gegenüber den MitarbeiterInnen Wertschätzung auszudrücken und die Identität des Unternehmens zu feiern.

Seit der Covid-19-Krise sind Face-to-Face-Events in Unternehmen abgeschafft. Neue, digitale Formate lösten einige von ihnen ab; an vorderster Stelle jene Events, die vor allem der Information dienten. Also Kickoff-Veranstaltungen, Informationsveranstaltungen für Führungskräfte. Videoconferencing und Videostreaming machen es möglich.

Gestreamte Townhalls sind jetzt angesagt

Gestreamte Fragen-Antworten-Runden des CEOs bzw. des Managements sind mittlerweile state of the art. Austrian Airlines (Red Hours) und Lufthansa (Offen gesagt), Magenta Telekom (Magenta Talks), Siemens, Coca-Cola und die ÖBB Rail Cargo Group sind gute Beispiele. Mit manchmal mehreren tausend MitarbeiterInnen als Online-Teilnehmern. Vergleiche dazu „Interne Kommunikation mit digitalen Medien. Learnings aus der Covid-19-Krise zu Prozess-Steuerung, Mitarbeiterführung und Krisenkommunikation“ von Kristin Engelhardt https://www.springer.com/de/book/9783658314927 .
Was passiert aber mit all den anderen Unternehmens-Events? Mit den Tagen der offenen Tür, den Roadshows, BeHealthy-Wochen, Betriebsausflügen, Come-Together-Veranstaltungen? Vergleiche dazu „Erfolgreiche Mitarbeiterkommunikation für CEOs. Basics und Tools: CEO-Blog, Dialogrunden, Events, Mitarbeiterbeteiligung“ von Kristin Engelhardt https://www.springer.com/de/book/9783658279745

Weihnachten: Geschenke und Videos statt Feiern

Was gibt es statt der Dialogrunden, dem Frühstück beim Generaldirektor? Und welche Lösungen gibt es, um Weihnachtsfeiern zu ersetzen? – Umdenken ist angesagt. Weihnachtsgeschenke statt Weihnachtsfeier ist in vielen Unternehmen die Lösung; auch in Form einer Adventkalender-Tombola. Immerhin zeigten Umfragen fürsorglicher Unternehmen, dass die MitarbeiterInnen angesichts der möglichen Ansteckungsgefahr lieber auf die Weihnachtsfeiern verzichten wollen (Henkel Österreich).
In vielen Unternehmen gibt es Weihnachtsansprachen der Vorstände per Video. Daneben gibt es auch Angebote zu virtuellen/hybriden Weihnachtsfeiern. Sie reichen vom „gemeinsamen“ Apfelstrudel-Backen über Tipps vom Profi-Koch für das Weihnachtsmenü, virtuelle Life-Bands und virtuelle Fotoboxes bis zu Online-Weihnachtsquiz-Shows (siehe https://www.leadersnet.at/news/45495,leadersnet-rettet-ihre-weihnachtsfeier.html ).

Hybride Formate sind gesucht!

Andere Ansätze bewährte Face-to-Face-Formate zu ersetzen demonstrierten jüngst Microsoft Österreich und Santander Consumer Bank in Österreich: Die Frühjahrs-Planungsklausur von Microsoft wurde kurzfristig mithilfe von Teams umgesetzt; als „Gemeinschaftserlebnis in Teams“. Die Santander Consumer Bank verwandelte die alljährliche (vom Konzern weltweit ausgerufene) „Santander-Woche“ in ein hybrides Konzept; z.B. mit einem Online-Vortrag einer Expertin zum Thema „New Work – was lernen wir aus der Corona-Krise?“ und daneben persönlichen Diskussionsrunden, die mit ausgefeiltem Sicherheitskonzept durchgeführt wurden.
Neue, kreative und digitale Formatlösungen sind für die Zukunft gefragt. Eine erste Richtung zeigen die – meist von den MitarbeiterInnen selbst ins Leben gerufenen – Aktivitäten zur Kontaktpflege auf: Mystery Lunches, Koch-Challenges, Coffee Machine Meetings oder Skype-Afterwork-Runden u.s.f. Alles digital, versteht sich.
Fotocredit: Jason Goh/Pixabay

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