Paulas Blog erzählt von den Erlebnissen der Zeitungsente Paula Print. Wie sie als Lernende die Welt der Medien erlebt. Ohne Blatt vor dem Mund, wie es sich für ein humorvolles Agenturmaskottchen gehört.

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Shitstorm ist ein deutsches Wort

Kommentare

  • 25-01-2016 | 15:17
    Kommentar von: Kristin Engelhardt

    Danke für den interessanten Kommentar! Ich sehe schon, das Thema Shitstorm verdient noch mehr Vertiefung!

  • 08-01-2016 | 17:50
    Kommentar von: Clemens Zauner

    Es sei mir eine kleine Korrektur erlaubt. Denn es gab mal eine Zeit im Internet *vor* den socal-media, ja sogar vor der dot-com-Blase. Shitstorm war - bis vor kurzer Zeit, als der S*hitStorm - Hype in der Presse überhand nahm unter technikern sehr wohl gebräuchlich. Allerdings in einer leicht anderen Bedeutung: Nämlich in der passiven Form. Wenn viele Dinge gleichzeitig schief gingen (frei nach Murphy natürlich in der jeweils schlimmst-möglichen Form). Der Begriff war einfach die nicht-militärische Version des 'ClusterFuck'. Hatte aber nie was damit zu tun, dass einem andere Personen beschimpfen, oder man sozialem Druck ausgesetzt war. Ein Beispiel aus dem usenet, genauer der Monastry: ---- I'm at $ORKPLACE, having walked into the middle of a shitstorm. There is no better descriptor for it than that. It is a shitstorm. My mainframe operator, $DEITY bless his balding and empty head, brought up the TCP stack and out session manager software too close together, so that one of them queued up zillions of session requests and blew up messily before we could get the other to start accepting the session requests and connecting the lusers up to TSO. Fixing this requires an IPL (== reboot, for the non-dinosaur-keepers), for some arcane reason related to "address-space non-reusability" reasons. [...] And I just found out that one of the mainframe database systems (IMS, for those with strong stomachs), didn't come down right when the mainframe was being taken down for restart, and doesn't want to come up now, and that one or more of the databases may be hosed. [...] ---- Der 'Flame War' hat IMO nix mit der jetzigen, neumodernen Bedeutung von 'ShitStorm' zu tun; ein Flamewar war immer eine wechselseitige Beschimpfung von 2 oder mehr Personen, die sich alle gegenseitig nix schenk(t)en. Ich weiss das, ich war da vor Urzeiten schon bei solchen durchaus auch aktiv beteiligt (zu Zeiten, als es noch keinen Webbrowser gab). Die Idee mit dem Shitstorm als 'neo-Anglizismus' hatten irgendwelche Sprachwissenschaftler vor ein paar Jahren, die definitv der Post-Usenet-Generation angehören. Ist zwar eine nette Idee, aber leider nachweisbar falsch. Wenn gewünscht kann ich da sicher ursuperalte quellen raussuchen, aber einfach mal im Hackers Dictionary oder urbandictionary (das hat sogar eine Suchfunktion, www.urbandictionary.com) suchen. in der Monastry (alt.sysadmin.recovery) finden sich sicher noch viel ältere Beispiele.

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