Paulas Blog erzählt von den Erlebnissen der Zeitungsente Paula Print. Wie sie als Lernende die Welt der Medien erlebt. Ohne Blatt vor dem Mund, wie es sich für ein humorvolles Agenturmaskottchen gehört.

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Schreibversuche

Heute habe ich meinen ersten Text geschrieben. Ich habe ihn gut gefunden. Aber der Chefin hat er gar nicht gefallen.

„Der Titel muss zum Lesen einladen“, hat sie gesagt. „Und das, was die Hauptsache ist, im Text rüberbringen.“ Genauso der Vorspann (das ist der fett gedruckte Satz am Anfang eines Textes, manchmal steht er auch auf der Seite oder sonstwo): der soll einen Ausblick geben auf das, was nachher kommt.

Das, worüber man schreibt, muss man auch wirklich verstehen. Sonst kann man ja nicht entscheiden, was die Hauptsache ist, die man den Lesern erzählen will. Gar nicht so einfach. Bei meiner Geschichte ging es darum, dass sich ein Arbeiter etwas Tolles ausgedacht hat, mit dem das Arbeiten einfacher und sicherer geht.

Das sei nicht klar geworden, so wie ich das geschrieben habe, hat die Chefin gemeint. Und hat wieder einmal gesagt: „Fakten! Fakten! Fakten!“ Das ist ihr Steckenpferd. Oje, oje, oje. Da muss man nämlich nachfragen bis ins letzte Detail und seine Gehirnwindungen einkringeln, damit man technische Sachen versteht.
Jetzt habe ich den Text noch einmal geschrieben. Und dann habe ich ihn noch dreimal ausbessern müssen. Zwischentitel haben gefehlt – die sind dazu da, um den Leser bei der Stange zu halten und um die Textwurst zu gliedern. Und Originalzitate. Auf die steht die Chefin nämlich auch sehr. Und zum Schluss musste ich den Text noch kürzer machen. Damit er auf den in der Zeitschrift dafür vorgesehenen Platz passt. Da heißt es dann Buchstaben, also „Anschläge“, zählen.

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