Paulas Blog erzählt von den Erlebnissen der Zeitungsente Paula Print. Wie sie als Lernende die Welt der Medien erlebt. Ohne Blatt vor dem Mund, wie es sich für ein humorvolles Agenturmaskottchen gehört.

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Fotografieren

Der Tag gestern war super! Da hat mich die Chefin zum Fotografieren beim Kunden mitgenommen.

Anstrengend war’s, aber auch sehr interessant. Erstens weil ich gesehen habe, wie die Menschen, über die und für die wir eine Zeitschrift machen, wirklich arbeiten. Das kann man sich nur vorstellen, wenn man’s mit eigenen Augen sieht. Zum Beispiel den Ruß und Lärm in einer Hammerschmiede mit den glühenden Stahl- und Titanteilen, die da bearbeitet werden. Dazu das Wumm-Wumm der Hämmer, von dem der Boden erzittert. So sehr, dass man die Vibrationen selbst im Bürogebäude spürt; über mehrere hundert Meter und einen vier Meter breiten Bach hinweg.

Zweitens war toll mit zu erleben, wie der Fotograf nach den Anweisungen der Chefin arbeitet. Sie sagt immer: „Der Leser sieht zuerst die Bilder, dann den Titel, dann den Vorspann. Wenn das alles spannend ist, liest er vielleicht weiter.“ Deshalb zerbricht sie sich ausgiebig den Kopf darüber, mit welchen Bildern die gewünschten Botschaften rüberkommen. Und achtet darauf, dass die Fotos das zeigen, was sie ausdrücken sollen. Wenn von Hasenfutter die Rede ist, sollte ein Bild von fressenden Hasen zu sehen sein. Oder wenn von mir die Rede ist, wird natürlich ein Foto von mir gezeigt!
Der Fotograf schaut, dass er ausgefallene Blickwinkel und Lichtakzente findet. Außerdem arrangiert er Bildsituationen, die zum Hinschauen einladen. Irgendwas Besonderes eben. "Eye-catcher“ heißt das auf Englisch, was so viel heißt wie „Blickfang“.
Den ganzen Tag lang haben wir fotografiert, das ganze Drumherum organisiert und viele Gespräche geführt. Interessante Detailinformationen - die sind ein Leckerbissen für die Chefin. Am Abend waren wir dann hundemüde, aber voller toller Eindrücke.

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