Paulas Blog erzählt von den Erlebnissen der Zeitungsente Paula Print. Wie sie als Lernende die Welt der Medien erlebt. Ohne Blatt vor dem Mund, wie es sich für ein humorvolles Agenturmaskottchen gehört.

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2 x 2 = 4

Mathematik ist gefragt, wenn es um Textlängen geht.

Heute habe ich zuerst einmal einen Taschenrechner in die Hand gedrückt bekommen; und ein Zentimeterband. Danach gab’s eine Erklärung dazu. Wir, die Lehrlinge oder Azubis – wie das so schön neudeutsch heißt – sollten heute das Schreiben von Kurzmeldungen üben. „Ich weiß, ich weiß“, hat die Chefin zur Einleitung gesagt. „Textlängen sind heutzutage völlig wurscht, weil sich ja digital sowieso alles ausgeht.“ Das stimmt aber nicht, auch online nicht, hat sie uns nachher gleich erklärt. „Denkt doch nur an Twitter-Tweets. Oder Anrisse. Oder eben Kurzmeldungen.“

Ohne Geschwafle

Kurzmeldungen sind dazu da, um das Aufnehmen von Informationen für die Leser spannend zu machen, hat sie uns auch noch erklärt. „Um Spannung zu erzeugen. So, wie der Schirennläufer am Start auf und ab schaukelt, bevor er sich in die Tiefe schmeißt. Da gibt’s keine Zeit für langes Geschwafle. Aber wenn er dann die Streif hinuntersaust, da heißt’s ausgiebig beschreiben. Damit Zuschauer oder Leser selber außer Atem kommen und das Knieschnackeln spüren.“
Die Kurzmeldung ist also sowas wie ein Startschuss. Jetzt geht’s los mit Information! signalisiert sie den Lesern. Und liefert ihnen Abwechslung. Die ist nämlich nötig, um die Aufmerksamkeit der Leser zu bekommen. Kurze Meldungen, lange Stories, verschiedene Textformen – vom Interview bis zur Reportage. Alles optisch recht abwechslungsreich aufbereitet; mit tollen Bildern.

Viel Arbeit für wenig Text

Ja, und weil Kurzmeldungen so eine komprimierte Form des Informierens sind, sind sie auch extra-schwer zu verfassen. Natürlich muss man vorher ausführlich -- wie bei einer langen Geschichte - recherchieren, damit einem klar ist, worauf man mit der Information hinauswill. Die Hauptsachen – das Wer. Was, Wann, Wie, Wo, Warum – dürfen nicht fehlen.
Der Titel soll auch extra-kurz sein. Alles prägnant. Ohne Füllwörter. In direkter Rede. Das sind die wesentlichen Rezepte. Und zwischendurch immer wieder Anschläge zählen. Phhh.

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