Paulas Blog erzählt von den Erlebnissen der Zeitungsente Paula Print. Wie sie als Lernende die Welt der Medien erlebt. Ohne Blatt vor dem Mund, wie es sich für ein humorvolles Agenturmaskottchen gehört.

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Aus dem Leben einer Zeitungsente

Im Jahr 1998 habe ich das Licht der Welt erblickt – in der Nähe von Frankfurt am Main. Das heißt also, eigentlich bin ich eine Deutsche. Jetzt lebe ich aber in Österreich, nämlich in Wien.

Wie das kommt? Eigentlich setzten mich meine deutschen Eltern in die Welt, damit ich bei ihrer Arbeit – beim Zeitung-Machen, und zwar in Deutschland – als Sonnenschein-chen auftrete, gute Laune verbreite usw. Genauso wie meine vielen gleich aussehen-den Geschwisterchen; alles sogenannte Zeitungsenten. Doch mein Schicksal wollte es anders: Ein Paar von Sklavenhändlern (oder wie soll ich Leute nennen, die Plüschtiere wie mich auf Märkten, in Hotels und ähnlichen Plätzen verkaufen?), denen mich meine Eltern zur sorgsamen Aufbewahrung überantwortet hatten, verschleppte mich nach Österreich!

Vor zwei Jahren im Frühling waren diese Sklavenhändler in einem Hotel. Dort fand mich meine jetzige Herrin und kaufte mich ihnen ab. Sie wählte mich, nicht irgendeinen dahergelaufenen Riesen-Plüschtiger oder pinkfarbenen Osterhasen!
Und jetzt kommt’s: Meine jetzige Herrin ist eine ganz ordentliche. Sie hat gesagt: Wer etwas darstellen will im Leben, muss was lernen. Und hat mich zu ihrem Lehrling ernannt. Daher darf ich jetzt mit ihr auf Reisen gehen und lerne unter ihrer Anleitung, wie Journalisten arbeiten. Spannend!
Übrigens: Mein richtiger Name ist Paula Print; nicht Zeitungs-Fifi. So haben mich nur die Sklavenhändler gerufen. Meine Herrin hat erst Wochen, nachdem ich zu ihr gekommen bin, meinen richtigen Namen herausgefunden.

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